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Fjord, Abenteuer und Business-bilde

Trolltunga. Foto: Scott Sporleder/Matador Network/www.fjordnorway.com

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Fjord, Abenteuer und Business

Norwegen und insbesondere die Westküste, ist eine der schönsten Ecken der Welt.

Autor: Marcin Jakubowski

Davon, dass Norwegen – und ganz besonders sein westlicher Teil – einer der schönsten Ecken der Welt ist, braucht man Niemanden überzeugen. Es ist aber erwähnenswert, dass die Teilnahme an einer einmaligen Incentive-Fahrt, zu See, entlang an der norwegische Küste, eine wunderbare Form der Reise darstellt, die für Firmen, Institutionen, Organisationen und sonstige Gruppe geeignet ist, unvergessliche Momente in möglichst gehobener Atmosphäre zu erleben.

Wir leben in einer Welt der Akronyme – eine Welt durch das Englische beherrschter Abkürzungen. Eine davon ist MICE. Es geht hierbei aber nicht um Mäuse, wie man vielleicht meinen könnte, sondern um ein sich sehr dynamisch entwickeltes Touristiksegment. Was verbirgt sich unter dem Buchstabenquartett?

M bedeutet meetings, also Treffen und Begegnungen jeder Art, nicht unbedingt nur reine Businesstreffen. C, wie conference, steht für Konferenzen und Kongresse – häufig unter der Anteilnahme von Tausenden von Menschen. E sind events – verschiedene Veranstaltungen, darunter thematische. Und I in unserem Akronym bezieht sich auf incentive. Im Wörterbuch finden wir die deutsche Entsprechung dieses Wortes – Anreiz, Ansporn – aber die Bedeutung von incentive ist viel breiter.

Nicht bloß ein Ausflug, sondern eine Investition

Der MICE-Sektor ist, ähnlich wie die ganze Touristikbranche, noch ganz jung und wird als soziales Ereignis und eine Businessform gesehen. Und incentive kann als die jüngste Abteilung von MICE interpretiert werden, die unmittelbar mit der Industrieentwicklung und den sie begleitenden Verwaltungsmethoden verbunden ist. In einem Wort ist incentive eine Motivationsfahrt, die jedoch mit Urlaubsfahrten wenig zu tun hat. Das Ziel ist nicht nur die Erholung, obwohl sie hier auch eine zentrale Rolle spielt, sondern es sind auch noch andere Aspekte ebenso wichtig, wie beispielsweise zwischenmenschliche Beziehungen oder gruppenspezifische Dynamik. Die Motivationsfahrt ist ein neues, aber immer häufiger verwendetes Mittel, das sowohl den internen Zielen der Firma als auch den Beziehungen zu Kunden oder zu Businesspartnern dient.

In dem internen Aspekt lässt sich incentive wunderbar als Belohnungsform für die besten Mitarbeiter einsetzen. Dieses Mittel dient der Integration von Menschen, die in einem Team arbeiten, hilft Leader herauszubringen oder Antworten auf auftauchende Herausforderungen zu finden sowie der Verwendung der Fonds, die für andere Zwecke als Löhne und Gehälter dienen können. Das ist auch eine optimale Gelegenheit äußere Beziehungen zu stärken – Beziehungen mit der Business-Umwelt, die sich final ebenfalls auf die Zusammenarbeit auswirken. Eins davon ist die Loyalität – ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist, besonders, wenn man berücksichtigt, dass es viel günstiger ist, bisherige Kunden zu behalten, als Neue zu gewinnen.

In beiden Fällen bedeutet incentive nicht einfach Geld fürs Vergnügen auszugeben, wie wir das im Urlaub tun, sondern eine Art von Investition. Erfahrungen vieler Firmen zeigen, dass sie sich als Investitionsform bewährt hat und in einigen Fällen werden die getragenen Fahrtkosten gleich zurückgewonnen.

Damit die Motivationsfahrt kein bloßer Ausflug ist, ist sie sorgfältig zu planen, wobei das zugängliche Kapital zu nutzen ist. Die Spezifikation von incentive ist – und das ist ein weiterer Unterschied zu touristischen Reisen – seine Exklusivität und Originalität. Es handelt sich in keinem Fall um Billigreisen. Um die Bedingung der Exklusivität zu erfüllen, darf die Gruppe nicht zu groß sein, und die Reise sollte zu einem außerordentlichen Ziel führen. Notwendig sind der hohe Aufenthaltsstandard und entsprechende Attraktionen vor Ort, sowohl etwas, was für Adrenalin sorgt, als auch die Entdeckung der kulinarischen Welt. Über alle diese Elemente verfügen die Fjorde von Norwegen und das sogar im Überschuss.

Konferenz auf See

Incentive dauert nicht lang. Deshalb muss die Zeit, die zur Verfügung steht, bestens genutzt werden. Ein Beispiel, wie man eine typische Touristenattraktion mit der Abwicklung des Reiseziels verbinden kann, ist eine Konferenz während einer Fährfahrt, wo man in einer informellen Atmosphäre laufende Aufgaben der Firma besprechen kann. Und die Fahrten mit Fjord Line auf der Strecke Langesund (Oslo) – Hirtshals – Stavanger – Bergen eignen sich dafür aus mehreren Gründen.

Erstens ist es leicht, die Flüge aus Polen zu koordinieren, weil die Flughäfen in der Nähe der Häfen von Fjord Line liegen. Der Flughagen Oslo-Torp ist etwa 60 Kilometer vom Fähren-Terminal in Langensund entfernt, Oslo-Rygge 130 Kilometer und Oslo Airport (Gardermoen) 220 Kilometer. Der Flughafen Stavanger-Sola liegt vom Hafen in Stavanger lediglich 14 Kilometer entfernt und Bergen-Flesland vom Hafen in Bergen 19 Kilometer.

Zweitens ist die Fahrt von Langesund nach Bergen (oder zurück) mit Übernachtung auf der Fähre und Ankunft im dänischen Hafen Hirtshals unausgesprochen attraktiv. Besonders liefert die Fahrt auf der Strecke Stavanger-Bergen, wenn das Schiff an Schären und Fjorden vorbeifährt, unvergessliche Eindrücke. Darüber hinaus ist schon die Fahrt auf einer der modernsten Fähren der Welt eine Attraktion – je nach Fahrplan ist das die MS Stavangerfjord oder die MS Bergensfjord. Dazu kommt der auf der offenen See verbrachte Abend, während dessen man nach Herzenslust das umfangreiche Gastronomie- und Unterhaltungsangebot in Anspruch nehmen kann.

 

MS Bergensjord, Fjord Line
MS Bergensfjord. Foto Espen Gees

Drittens verfügen die MS Stavangerfjord und die MS Bergensfjord über ein ausgezeichnetes Konferenzraumangebot: panoramaverglaste Räume sind komfortabel ausgestattet: zur Verfügung stehen moderne technische Anlagen, Buffet und Internetzugang. Und noch mehr, im Konferenzpaket ist auch das kulinarische Angebot der norwegischen Küche inbegriffen, die zusammen mit Norwegian Seafood Centre und Norwegian Culinary Institute vorbereitet wird.

Konferenz auf der Fähre
Konferenz auf der Fähre. Foto: Jon Inge Nordnes/Allegro

All das bewirkt, dass die fast Tag und Nacht dauernde Reise auf der Strecke Langesund (Oslo) – Hirtshals – Stavanger – Bergen (auch in der Rundfahrtvariante: Bergen – Bergen oder Langesund – Langesund) schon ein Hauptziel der incentive-Reise sein kann. Das Konferenzpaket umfasst Platz in einer Zweibettkabine mit zweimal Frühstück (Frühstücksbuffet), Lunch, zwei Abendessen (all inclusive) und einem Zugang zum Konferenzraum (mit Buffet: Obst und Getränke) und kostet 1.990 NOK (ca. 160 Euro) pro Person und hängt natürlich von der Zeit, dem Programm und der Teilnehmerzahl ab.

Adrenalin über den Fjorden

Sollte die Fahrt gen Fjorden nur ein Teil der Reise sein, gibt es noch zahlreiche weitere Varianten von incentive, z.B. eine Rundreise, die in Bergen beginnt und endet und Norway in nutshell (Norwegen in einer Nussschale) heißt. In fast neun Stunden fahren die Teilnehmer mit der Bergener und mit der Flåmsban Bahn – der am steilsten fahrenden Eisenbahn der Welt und dann mit einem Schiff durch einen der engsten Fjorde, der in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen wurde – Nærøyfjorden und besichtigen das zauberhafte Dorf Flåm am Aurlandsfjord.

Flamsbahn, Norwegen
Flåmsbana. Foto: Morten Rakke/Flåm Utvikling AS

Eine andere Idee ist der Lachsfang. Solche Flüsse wie: Volda, Loenelva, Sykkylven, Soknaelva sind für fantastische Fangplätze bekannt. Und auf Suldalslågen in der Nähe von Sand (nordwestlich von Stavanger) kann man nicht nur Lachs fangen, sondern ihn auch in der natürlichen Umgebung beobachten. Um an einer Lachssafari teilzunehmen, ist ein besonderer Anzug notwendig, welcher die Mutigen an der Wasseroberfläche hält. Nachdem die Gruppe die Sicherheitsmaßnahmen gelernt hat, geht sie, betreut von Leitern, in den Fluss und lässt sich durch die Flussströmung treiben. Unterwegs schaut man sich das Unterwasserleben an und legt dabei schwimmend über zwei Kilometer zurück.

Und wenn Wasser, dann muss auch Rafting sein. Diese Attraktion ist nicht weit entfernt, weil sich eins der Rafting-Zentren Norwegens – Voss – in der Entfernung von etwa 100 Kilometern von Bergen befindet. Voss ist auch die europäische Hauptstadt aller Extremsportarten. Hier findet die Extremwoche (im Juni) statt, eine der größten Veranstaltungen dieser Art in der Welt. Aber zurück zum Rafting – für eine wahnsinnige Pontonfahrt lohnt es sich auch an die Jostedøla zu fahren. Das ist ein Gletscherfluss, der aus einer der Zungen von Jostedalsbreen – des größten Gletscher Norwegens – entspringt.

Rafting in Norwegen
Norwegen ist ein wunderbarer Ort, wo man Rafting ausprobieren kann. Foto: Johan Wildhagen/Visitnorway.com

Und denjenigen, denen ein Schlauchboot nicht ausreicht, können sich für Canyoning entscheiden – Scheitelpunkte, Wasserfallkanten und enge Flussbetten werden dabei bewältigt.

Eine andere Inspiration – wie wäre es mit einer Paddelbootfahrt. Paddeln kann man auf dem Nærøyfjorden, wo man links und rechts hohe Felsenwände hat, auf den breiten Gewässern des Hardangenfjord oder auf dem wunderschönen Geirangerfjord mit den Kaskaden der Sieben Schwestern. Es gibt auch noch Styggevatnet – ein Stausee über dem Jostedaltal (etwa 230 Kilometer von Bergen entfernt), mit Eisbergen, die von der Gletscherstirn Austdalsbreen stammen und Eindrücke wie auf Grönland, in Patagonien oder der Antarktis erwecken. Die Gletscherzunge von Austdalsbreen führt bis ans Wasser – die Kanuten können bis an die Eisbarriere heran kommen und wenn das Wetter mitmacht, führt der Leiter die Willigen sogar auf den Gletscher!

Styggevatnet, Sogn og Fjordane
Wie in der Arktis! – Styggevatnet. Foto: Åse Marie Evjen/Fjordnorway.com

In der Nähe von Jostedal befindet sich eine der am häufigsten besuchten Gletscherzungen Nigardsbreen. Eine Wanderung auf dem Gletscher kann sogar ein paar Stunden dauern, wenn man das Aussuchen der Ausrüstung und einen kurzen Sicherheitskurs dazurechnet. Für kleine Gruppen lohnt es sich längere Wanderungen auf das Eisplateau zu organisieren, wo man sich wie in der Arktis fühlen kann. Ähnliche Bedingungen gibt es auf einem, etwa 140 Kilometer von Bergen, entfernten Gletscher Folgefonna. Das ist ein hervorragender Platz zum Gletscherklettern – mit Steigeisen, einem Seil und Eispickel in der Hand.

In der Nachbarschaft, nicht weit von Odda, gibt es eine andere, mit Klettern verbundene Attraktion – Himmelstigen, also eine mit Schnallen bedeckte via ferrata. Steile Felsen, und Respekt weckende Höhe – stärkere Eindrücke sind kaum vorstellbar.

Himmelstigen, Norwegen
Himmelstigen. Foto: Scott Sporleder/Matador Network/Fjordnorway.com

Der Ausflug dauert acht bis zehn Stunden und beginnt mit einer sieben Kilometer langen Fahrt mit Mountainbikes. Die nächsten Etappen sind eine Wanderung mit Klettern – mit Schnallen und Absicherung, durch die professionelle Betreuung eines Leiters. Das Adrenalin auf Himmelstigen ist nicht alles – der Hauptpreis ist die Möglichkeit einen Fuß auf Trolltunga zu stellen. Dieser über den Abgrund hinausragende Stein ist eine der Ikonen der norwegischen Landschaft.

Zurück zum Ozean – in der Nähe von Bergen fehlt es nicht an Gelegenheiten, Kutter anzumieten um im Ozean zu angeln. Hervorragend eignet sich dazu das Außengewässer des Fjordlabyrinths. Eine zusätzliche Attraktion ist die Beobachtung der größten Raubvögel Nordens – Meeresadler. Die Küste Norwegens ist eine der größten Siedlungen dieser Gattung in der Welt.

Fischen in den Fjorden
Fischfang auf Fjorden bedeutet Emotionen und … eine Erfolgsgarantie. Foto W.Krausemedia-army de/ Visitnorway.com

Es gibt hier so viele Adler, dass eine Art Wasserexpedition entstanden ist – sie ist ausschließlich den havørnsafari gewidmet.

Man kann hier nicht alle Ideen für eine gelungene Fjorden-incentive nennen. Es gibt doch noch eine ganze Kulturpalette, mit immer mehr Anhängern der norwegischen Küche im Sterne-Niveau. Es reicht zu sagen, dass im Restaurant Bekkjarvik Gjestgiveri in Bekkjarvik, auf der Insel Selbjørn nördlich von Bergen, der beste Koch der Welt, Ørjan Johannessen, kocht. Ørjan gewann den Kochwettbewerb Bocuse d’Or 2015. Die Norweger haben den Wettbewerb schon zum fünften Mal gewonnen. Aber das ist schon eine ganz andere Geschichte….